Musikschullehrendentag 2026
AUS BEGEISTERUNG WIRD BERUF
Warum Nachwuchsarbeit früher beginnt, als wir glauben
Musikschulen sind Orte, an denen junge Menschen Musik erleben, Fähigkeiten entwickeln und kulturelle Teilhabe erfahren. Sie sind aber auch Orte, an denen Berufsbilder entstehen: im Unterricht, in Ensembles, in Gesprächen, durch Vorbilder und durch die Frage, ob sich junge Menschen vorstellen können, ihre Begeisterung für
Musik einmal selbst weiterzugeben.
Doch wer unterrichtet morgen – und in welchen Fächern, Formaten und Strukturen?
Der Vortrag nimmt den Lehrendennachwuchs im Berufsfeld Musikschule in den Blick und verbindet aktuelle Erhebungen mit Fragen zur Situation und Fächerentwicklung in Vorarlberg. Dabei geht es nicht nur um zukünftige Bedarfe, sondern um die frühen Momente, in denen Interesse, Zutrauen und berufliche Perspektiven wachsen.
Ausgehend von Impulsen aus Praxis und Forschung wird der künftige Bedarf an Musikschullehrenden nicht nur als strukturelle Herausforderung, sondern als gemeinsame Gestaltungsaufgabe verstanden. In einer interaktiven Phase reflektieren die Teilnehmenden ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten: Wo begegnen wir potenziellen zukünftigen Lehrenden bereits heute? Welche Bilder vom Beruf vermitteln wir?
Und wie können Musikschulen junge Menschen für das Unterrichten begeistern,
begleiten und stärken?
Bitte beachten Sie, dass für den Vortrag und das Essen
eine Anmeldung notwendig ist.

Michaela Hahn
verbindet in ihrem beruflichen Werdegang Praxis, Forschung und europäische Kulturpolitik im Musik- und Kunstschulwesen.
Über zwei Jahrzehnte leitete sie das Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich und prägte die Entwicklung des größten österreichischen Musikschulsystems maßgeblich mit.
Heute koordiniert sie die KOMU, die LänderexpertInnenkonferenz der österreichischen Musikschulwerke und arbeitet als Senior Scientist an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Dort setzte sie als erste Professorin für Musikschulforschung (2018–2021) wichtige Impulse zur Etablierung des Forschungsfeldes und initiierte die Europäischen Musikschulsymposien in Zusammenarbeit mit der KOMU und EMU (Europäische Musikschulunion).
Auf internationaler Ebene war sie Mitglied im Vorstand der EMU und MusiQuE und ist seit 2024 Präsidentin der EMU.
Ihre Arbeit verbindet Forschung, Praxis und internationale Perspektiven mit dem Ziel, die aktive Partizipation junger Menschen zu stärken und Musik- und Kunstschulen als wesentliche Bildungs- und Kulturakteure in einer sich wandelnden Gesellschaft sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln.
Mi, 16. Sep 2026, 10:15 - 12:00
Ort
Veranstalter
Vorarlberger Musikschulwerk
PreisKostenlos
AnmeldungVeranstaltung in eigenem Kalender einfügen