Das klingt doch komisch

Anders-Sein als kreative Ressource

Vielfalt fordert heraus, weil anderes oft fremd erscheint. Differenzen werden häufig mehr als Problem definiert, denn als Chance. Dies bedeutet nicht, den Unterschied per se zu leugnen.
Auch in inklusiven musisch-bewegten Settings darf das Unbekannte irritieren: die ungewöhnliche Stimme, der auffällige Körper, die hektische Art oder der große Altersunterschied. Aber eine kreative Umgebung macht sich zu Nutze, was der Kunst eigentlich innewohnt: damit wir neugierig hinhören und hinsehen, muss uns etwas aus dem Alltäglichen  herausholen. 
Ein elementarer Ansatz in Musik und/oder Bewegung heißt also nicht, Vielfalt zur Gleichheit zu machen, sondern produktiv damit umzugehen.

Wir wollen dies im praktischen musikalisch-bewegten Tun ausprobieren, im gemeinsamen Reflektieren bewusst machen und in konkreten Ideen für den Unterricht bündeln.
• Vielfalt als Chance zu erkennen und Impulse für eine inklusive Musikschule zu suchen: im Sinne von „Eine Frage der Haltung, nicht des Könnens!“
• Anders-Sein als kreative Ressource zu nutzen: Methodenvielfalt entsteht, wenn nicht das „Wie“, sondern das „Warum“ zählt.
• In der Planung und spontan in der jeweiligen Situation das scheinbar Sperrige, Fremde aufzugreifen – auch wenn es nicht immer gelingt.

Alle Lehrpersonen aus dem Musikschulbereich sind willkomme

Teresa Leonhard

Teresa Leonhard

Rhythmikpädagogin, forscht und lehrt am Institut für Musik- und Bewegungspädagogik an der mdw als Univ.Ass. postdoc und ist seit 2016 in der LehrerInnenbildung für Primar- sowie Sekundar-Stufe tätig.
Sie arbeitet seit 2004 künstlerisch-pädagogisch im Bereich Inklusion – zunächst in Institutionen wie Lebenshilfe, später freiberuflich wie z.B. bei zahlreichen Projekten mit Kindern in Armutsverhältnissen für Diakoniewerk international und Gründerin der inklusiven Compania Dis.Place in Sibiu (Rumänien).

Erste künstlerische Ausbildung am Landesmusikschulwerk Oö in Klavier und Tanz, Studium Musik- und Bewegungspädagogik in Wien (Rhythmik) sowie Salzburg (OrffInstitut), Interuniversitäres Doktorat (Harmonik) an der mdw und Universität Wien.
Lehraufträge für Performance Studies an den Universitäten Wien, Klagenfurt, Salzburg, Musikschulleitung im Projekt „Elijah“ in Rumänien und Musiklehrerin am Brukenthal-Gymnasium Sibiu; seit 2022 Musikvermittlung am Brucknerhaus Linz.

Zahlreiche Projekte als Performance Künstlerin an der Schnittstelle von Musik und Bewegung. Forschung in den Bereichen Ästhetische Bildung, Rhythmik/Dalcroze Studies, Responsive Philosophie, Gender und Diversity Studies.
 

Fr, 13. Nov 2026, 16:00 - 19:00


Ort

Rheintalische Musikschule Lustenau Höchst Fußach Gaißau
Maria-Theresien-Straße 61
6890 Lustenau
Website
Veranstalter

Fachbereich Inklusive Musikpädagogik

PreisKostenlos

Anmeldung

Veranstaltung in eigenem Kalender einfügen