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Rankweil > Leitbild

Leitlinien zur Unterrichtsgestaltung an der Musikschule Rankweil

Die Musikschule Rankweil bietet einen Unterricht mit instrumentalem Fokus, der einiges von dem kompensiert, was Familie, Schule und Gesellschaft nicht mehr leisten.

Das Ziel ist ein ganzheitlicher Musikunterricht, der sich maßgeblich von der reinen Vermittlung von notwendigen Fertigkeiten unterscheidet. Die zeitgemäße und ganzheitliche Bildung soll die Schüler

- in ihrer Musikalität fördern,
- in ihrer Persönlichkeit entfalten,
- die Phantasie und Kreativität fördern,
- zur Regelmäßigkeit, Zielstrebigkeit und Pünktlich-keit erziehen,
- das soziale Miteinander lehren,
- Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit schulen.

Maßgeblich für die Unterrichtsgestaltung sind die Zielvorstellungen, die mit den Schüler und Eltern kommuniziert werden.

Dementsprechend sind die flexiblen Unterrichts-zeiten in der jeweiligen Unterrichtsform zu gestalten. Keine starren Strukturen, sondern Flexibilität zum Wohle der musikalischen Bildung der Schüler sind Voraussetzung.


Die folgenden Unterrichtsinhalte zeigen im Detail die umfangreiche Ausbildung, die bei entsprechen-den Rahmenbedingungen angeboten wird.

Musikalische Früherziehung, Grundausbildung:

- Lieder singen, rhythmische Übungen, Notation, Improvisation, rhythmische Bewegungserziehung.
- Gehörbildung (hoch-tief), Dynamik, Taktarten, graphische Notation, Orff-Instrumente.
- Klanggeschichten, rhythmische Kindertänze, Singspiele, Schattenspiele, Instrumentenbau.
- Instrumente kennen lernen, Musikstücke kennen lernen.
- Die Kinder zum Besuch von Konzerten und Musikschulaufführungen motivieren.

Frühinstrumentaler Unterricht:

- Vorwiegend Unterricht in der Kleingruppe; bei den Streichinstrumenten die Kombination von Einzelunterricht, flexibler Unterrichtszeit und Gruppenspiel (Spielgruppe).
- Zu Beginn musizieren die Schüler ausgiebig nach dem Gehör (bzw. nach Anweisungen). Unter-stützend werden bei Bedarf schriftliche Vorlagen wie Zahlen, Höhenlinien, usw. mithelfen. Die zum Musizieren nach Noten erforderlichen Teilfähig-keiten werden von Beginn an als spielerische, Abwechslung schaffende Übungen entwickelt. Z.B.: Notennamen lernen, Noten aufschreiben und erkennen, auf dem Instrument ausführen, notierte Musik während des Hörens mitverfolgen, laut mitlesen, den Partner korrigieren,...
- Für Tasteninstrumente und Gitarre: Notennamen laut mitsingen, laut mitzählen, einfache Begleitun-gen spielen (Stufenhören, über einzelne Basstöne mit unterschiedlichen Rhythmen, weiterführend bis zum Akkordspiel des fortgeschrittenen Schülers).
- Musizieren mit einheimischem Liedgut; mit Musik, welche die Schüler bereits kennen (siehe MFE, GA); einfache Lieder im 5-Tonraum (spielen und singen).
- Die Rhythmen klatschen und laut zählen, Musik mit Bewegung ergänzen.
- Die Stücke werden nicht nur gespielt, sondern es wird auch mit ihnen gespielt, d.h. die Literatur wird auf verschiedene Weisen realisiert, schattiert, variiert, usw. Wo möglich, wird auch auswendig musiziert!
- Den Unterricht in Lern- und Entspannungsphasen einteilen, die Stunde wird abwechselnd gestaltet. Die Schüler werden persönlich begrüßt und verabschiedet, die Erziehungsberechtigte werden in den Unterricht eingebunden.

Weiterführung im ganzheitlichen Instrumental- und Gesangsunterricht:

- Fortsetzung der Anforderungen des frühinstrumen-talen Unterrichtes auf höherem Niveau.
- Zur Ergänzung des Einzelunterrichtes: singen und musizieren in der Gruppe (Chorgesang bzw. Ensemble nach Maßgabe der vorhandenen Möglichkeiten) bzw. singen und musizieren in der Gruppe durch flexible Unterrichtszeiten (Kombinati-onen der Zeitmodelle).
- Die individuelle Zielsetzung für jeden Schüler: Was möchte der jeweilige Schüler erreichen, wo führe ich ihn hin, welche Unterrichtsmittel sind anzuwenden?
- Mit Repertoirestücken den Schülern ermöglichen, im Unterricht, aber auch zu Hause zwischen dem Üben zur Erholung einfach einmal etwas zu spielen und zu musizieren; zur eigenen Freude wie auch zur Unterhaltung fremder Zuhörer; nach Möglich-keit auswendig.

Die Schüler müssen lernen, völlig klar zwischen „Üben" und „Spielen" zu unterscheiden.

Ergänzendes Unterrichtsangebot:

- Musizieren und Singen im Ensemble, das Ziel der Musikschüler.
- Neben den musikalischen Tätigkeiten ist die Beschäftigung mit der Musiktheorie und der Gehörbildung sehr empfehlenswert.
- Die einzelnen Stufen der Theorieausbildung (Elementarstufe und Unterstufe; die Mittelstufe und Oberstufe bei entsprechender Gruppengröße) können mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Dieser Abschluss wird vom Blasmusikverband anerkannt.

Förderung musikalischer Begabungen:

- Durch die Möglichkeit der flexiblen Unterrichts-gestaltung werden besonders begabte und fleißige Kinder gefördert.
- Gefördert werden diese Kinder auch durch besondere Herausforderungen (u.a. Teilnahme bei Wettbewerben, ÖBV Leistungsabzeichen, Musikschulabzeichen,...).

Zur Organisation dieses Unterrichtes:

- Voraussetzung ist eine regelmäßige Unterrichts-vorbereitung, eine sinnvolle Unterrichtsgestaltung.
- Wechselpausen und Erholungspausen.
- Flexible Unterrichtszeiten, jedes Semester die Stundeneinteilung der Schüler im vorhandenen Zeitkontingent bei Bedarf neu festlegen. Dadurch den Schülern den größtmöglichen Betreuungsfaktor zuteilen.
- Die Schüler werden während des Unterrichts aktiv und beobachtend begleitet und zielführend verbessert.


Vorarlberger Musikschulwerk, Villa Claudia, Bahnhofstraße 6, 6800 Feldkirch, t: +43 (0)5522 / 7 66 55, f: DW 60, e: office@musikschulwerk-vorarlberg.at