Aktuell:
Konzert:
Adventskonzert - Matineé
Die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Musikschule Bregenz
spielen Weihnachtslieder und besinnliche Weisen.
Sonntag, 18.12. / 10.30 Uhr
Austriahaus
Alle Termine der Konzerte und Klassenabende für das neue Schuljahr 2011/12 sind für all jene, die von Musik begeistert und fasziniert sind, oder einfach nur daran glauben, dass ein Leben ohne Musik ein Irrtum ist, sind auf dem Link der Landeshauptstadt Bregenz in Kürze nach zu lesen!
Ihre Musikschule
Zweierlei Glück
In alter Zeit, als die Götter den Menschen noch sehr nahe schienen, lebten in einer kleinen Stadt zwei Sänger namens Orpheus. der eine von den beiden war der große. Er hatte die Kitarah erfunden, eine Vorform der Gitarre, und wenn er in die Saiten griff und sang, war die Natur um ihn verzaubert. Wilde Tiere lagen zahm zu seinen Füßen, hohe Bäume bogen sich ihm zu, nichts konnte seinen Liedern widerstehen. Weil er so groß war, warb er um die schönste Frau.
Danach begann der Abstieg. Während er noch Hochzeit hielt, starb die schöne Euridike und der volle Becher, noch während er ihn hob, zerbrach. Doch für den großen Orpheus war der Tod noch nicht das Ende. Mit Hilfe seiner hohen Kunst fand er das Tor zur Unterwelt, stieg hinab in das Reich der Schatten, setzte über den Strom des Vergessens, kam vorbei am Höllenhund, trat lebend vor den Thron des Totengottes und rührt ihn mit seinem Lied. Der Tod gab Euridike frei. Doch unter einer Bedingung. Und Orpheus war so glücklich, dass ihm die Hähme hinter dieser Gunst entging. Er machte sich auf den Weg zurück und hörte hinter sich die Schritte der geliebten Frau. Sie kamen heil am Höllenhund vorbei, setzten über den Strom des Vergessens, begannen den Aufstieg zum Licht, sahen es von fern - da hörte Orpheus seinen Schrei. Euridike war gestolpert. Erschrocken drehte er sich um, sah noch die Schatten fallen in die Nacht und war allein. Und fassungslos vor Schmerz sang er das Abschiedslied - "Ach ich habe sie verloren. All mein Glück ist nun dahin." er selber kam ans Licht zurück. Doch das Leben war ihm bei den Toten fremd geworden. Als betrunkene Frauen ihm zum Fest des neuen Weines führen wollten, weigerte er sich, und sie zerrissen ihn bei lebendigem Leibe. So groß war sein Unglück, so vergeblich seine Kunst. Aber alle Welt kennt ihn.
Der andere Orpheus war der kleine. Er war nur ein Bänkelsänger, trat bei kleinen Festen auf, spielte für die kleinen Leute, machte eine kleine Freude und hatte selber Spaß dabei. Da er von seiner Kunst nicht leben konnte, lernte er noch einen anderen Beruf, heiratete eine gewöhnliche Frau, hatte gewöhnliche Kinder, sündigte gelegentlich, war ganz gewöhnlich glücklich und starb alt und lebenssatt.
Aber: Niemand kennt ihn, außer mir