ROCKA DUDN DADAP – Ein Blockflötenfest der Superlative!
Bericht vom 1. Vorarlberger Blockflötentag
(Dorit Wocher, Musikschule Liechtenstein)
Dieser Samstag, der 26. November 2011, ist schon jetzt als highlight in die Blockflötengeschichte Vorarlbergs eingegangen!
Es war das erste mal, dass sich rund 25 Blockflöten - KollegInnen aus 12 Musikschulen Vorarlbergs und Liechtensteins in das Wagnis stürzten, ihre Schülerinnen und Schüler zusammenzuführen und gemeinsam mit ihnen zu musizieren.
Die Regie bei allem führte die Fachbereichsleiterin Veronika Ortner – Dehmke, die gemeinsam mit dem Musikschulwerk Vorarlberg und den BlockflötenkollegInnen die Organisation übernommen hatte.
Es war beeindruckend, wie reibungslos alles ablief und wie selbstverständlich jede Kollegin und jeder Kollege mit anpackte.
Dabei war wirklich an alles gedacht: Komposition und Arrangement von geeigneten Werken, Versenden der Noten, Empfang der Spielerinnen und Spieler, gesponserte Verpflegung mit Pizza, Getränken, Obst und Kuchen, Auflockerung durch Rhythmus – Spiele, Bühnenaufbau...
150 SchülerInnen im Alter von 5 – 65 trafen sich im Landeskonservatorium Feldkirch und studierten vier große Werke für Blockflötenorchester ein.
Dafür hatten die Lehrer der Musikschulen mit ihren Schülern schon Wochen vorher einstudiert und geprobt.
Die beiden Dirigenten und selbst begeisterte Blockflötenlehrer Engelbert Burtscher und Alfred Dünser verbrachten am Samstag selbst dann wahre Wunder: mit ihrer konzentrierten und frischen Art konnten sie die Proben so gestalten, dass es um 17 Uhr des selben Tages möglich war, ein wunderbares Konzert im randvoll gefüllten Saal des Konservatoriums zu gestalten.Sabine Walch und Andrea Sohm gestalteten zwischen den Proben einen stimmungsvollen und auflockernden Bewegungs- und Rhythmikworkshop.
Es war beeindruckend, wie konzentriert, diszipliniert und kollegial die Schüler und Lehrer zusammen arbeiteten!
Die Stimmung war grandios und das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander noch grandioser!
Am Nachmittag präsentierten Studenten des Konservatoriums gemeinsam mit Sabine Gstach die Instrumente der Blockflötenfamilie und gestalteten ein kleines aber feines Konzert. Vor allem die jüngeren und jüngsten Spieler, aber auch das zahlreiche Publikum kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, als sie hörten und sahen, was auf einer Blockflöte alles möglich ist....
Der Höhepunkt war schließlich das Konzert mit allen BlockflötistInnen!
Hier gab es neben dem Auftritt des Blockflötenorchesters auch einzelne Beiträge aus den Musikschulen, die hervorragend einstudiert waren und ein breites Repertoire zeigten.
Eigens für den 1. Vorarlberger Blockflötentag und für diese besondere Besetzung hatte Alfred Dünser eine kleine Trilogie für Blockflötenorchester und Rhythmusgruppe komponiert, die zur Begeisterung der SpielerInnen und des Publikums am Schluß des Konzertes zur Uraufführung kam.
Die Musik steckte mit ihrer Fröhlichkeit und Frische und dem rockigen Swing alle Menschen im Saal an! So konnten Spieler wie Hörer am Abend frohgelaunt und mit einem wunderbaren Gefühl, etwas Besonderes und Gemeinsames erlebt zu haben, auseinandergehen.
Dieser Blockflötentag war ein wahres Fest und hat unglaublich dazu beigetragen, das Image der Blockflöte zu heben und die Solidarität aller BlockflötistInnen, ob Schüler oder Lehrer, zu stärken!
Nun freuen sich schon alle auf den 2. Vorarlberger Blockflötentag!!!

Den Blockflötentag durch ihre tatkräftige, umsichtige und kompetente Mitarbeit mitgestaltet haben: Sara Ender MS Hard; Waltraud Giradelli, Susanne Hofmann MS Dornbirn, Jacqueline Reimann, Marie-Claire Rützler MS Blumenegg Großes Walsertal, Sabine Walch, Judith Biermann MS Rankweil; Engelbert Burtscher MS Walgau;Margit Arda, Imana Zaffignani, Maren Kloser,Martina Wachter-Ebli Rheintalische MS Lustenau; Alfred Dünser , Heidi Pflüger MS Feldkirch; Markus Bachmann MS Walgau und Dornbirn; Brigitte Dünser MS Leiblachtal; Andrea Sohm tonart MS Mittleres Rheintal; Sigrid Preßlaber MS Bregenz; Barbara Nägele, Dorit Wocher, Huber Verena MS Liechtenstein; Sabine Gstach Vbg, Landeskonservatorium; Veronika Ortner- Dehmke MS Bregenz, Fachbereichsleitung;
Frühinstrumentaler Unterricht auf der Querflöte
Am 7. Mai 2011 trafen sich 15 Querflötenlehrerinnen und Querflötenlehrer, um durch Erfahrungsaustausch voneinander zu lernen.
Das Thema war und ist hochaktuell, da sich immer mehr Schüler, die jünger als sieben Jahre sind, für den Querflötenunterricht anmelden. In der Ausbildung zum Querflötenlehrer ist frühinstrumentaler Unterricht mit seinen besonderen Anforderungen aber oft nur ein Randthema.
Behandelt wurde: Vor- und Nachteile des frühen Beginns; Voraussetzungen, damit frühinstrumentaler Unterricht gelingen kann; geeignete Unterrichtsformen; Instrumentenwahl; geeignete Literatur; nicht notiertes Unterrichtsmaterial.
Lebendig, bereichernd und praxisnah waren die beiden Live-Unterrichtseinheiten: Christine Jakobs (MS Feldkirch) präsentierte ihr Unterrichtskonzept "Flötenwerkstatt" mit 3 Schülerinnen und ihren Yamaha Fife, Anja Baldauf (MS Wolfurt) frühinstrumentalen Einzelunterricht mit gebogener Kinderquerflöte.

Blockflötenkunde- Alte und neue Modelle, Pflege und kleine Reparaturen
Schon als Prof. Peter Thalheimer am Morgen des 27. Novembers 2010 in Feldkirch anreiste und 45 Minuten lang seine Flöten auspackte, schaute ich fasziniert zu. Da lagen dann etwas mehr als 70 Blockflöten, eine kleine Auswahl aus seiner großen Sammlung, zum Beispiel ein Consort
Säulenblockflöten aus der Renaissance neben chromatisch abgestuften Blockflötensätzen aus den Jahren 1920-1940.
Die Teilnehmer nahmen mit großem Interesse die seltene Gelegenheit wahr, gleichzeitig die einzelnen Instrumente zu sehen, bauliche Eigenschaften zu erfahren, den individuellen Flötenklang zu hören und die dazu passende Flötenliteratur vorgestellt zu bekommen.
Informationen gab es- je nach Erfahrung der Anwesenden- mehr neue oder mehr zum Wiedererkennen. Wir hörten herrlich viele Details über Stimmungen und deren Verwechslungen beim Nachbau, Mensuren, Windkanäle, Innenbohrungen, Holzstärken und den daraus resultierenden Klangeigenschaften.
Sehr interessant waren auch die Ausführungen, dass das heutige Klangideal eines bestimmten Blockflötenmodells nicht immer dem Originalklang entspricht, sondern dass bei Nachbauten historischer Modelle der Geschmack des Blockflötenbauers und der Spieler manchmal Einfluß auf den Klang nimmt.
Der zweite Teilder Fortbildung war kompakte Information zu den Themen Einspielen, Reinigen, Ölen, Wickeln bei Blockflöten. Dann probierten wir einige wenige einfache Reparaturen aus, aber da die Flötenpräsentation so spannend und begeisternd war, blieb nicht mehr viel Zeit dafür- ein Tag war einfach zu kurz.
Veronika Ortner- Dehmke

Blockflötenliteraturempfehlungen vom Literaturtreff Oktober 2010
Mit Schwung, Pep und Niveau- Unterhaltungsmusik auf der Blockflöte 20. und 21.November 2009:
Die Referentin Irmhild Beutler gab viele Tipps und Vorschläge zu möglichen Alternativbesetzungen und Spieltechniken wie Z.B. Schrägansatz, Einsatz der Stimme und anderen klanglichen Veränderungen, verschiedenen Arten von Vibrato, z.B. Labiumvibrato, Flatterzunge, Sputato und unterschiedlichen Artikulationsarten.
Die TeilnehmerInnen mit ihrem zahlreichen Instrumentarium erprobten eifrig die Wirkung dieser Gestaltungsmittel an Werken von H.J. Teschner, M. Friedrich, A. Rosenheck,, M. Maute,W. Tasker, an Bearbeitungen bekannter Werke, z.B. Little Negro und Aura Lee und an eigenen Werken von Irmhild Beutler.
Besonders interessant waren auch die Unterrichtsdemonstrationen von I. Beutler mit 2 Schülerensembles aus den Klassen S. Walch und M.Arda.

Das Vorarlberger Landeskonservatorium war zwischen 9. und 11. Oktober 2009
Austragungsort des 8. Flötenfestes. Die von der Vereinigung SYRINX organisierte
Veranstaltung bot ein reiches Programm mit pädagogischen und künstlerischen
Schwerpunkten. Die deutsche Flötistin Andrea Lieberknecht unterrichtete in einer Masterclass
acht Studenten, von denen zwei auch aktiv aus Feldkirch teilnahmen. In einem virtuosen
Recital gemeinsam mit Jeanne Mikitka präsentierte sie alle Facetten ihres Flötenspiels.
Dorothea Seel hob in ihrem Workshop die Bedeutung des Traversospiels für die Musikschule
hervor. Eugen Bertel nahm in seinem Workshop auf elementare Übungen und Techniken im
Bereich des täglichen Übens Bezug. Am Ende der dreitägigen Veranstaltung musizierten
ehemalige Studenten des VLK gemeinsam mit Anna Adamik.
Ausstellungen von bekannten Flötenbauern aus Österreich und Deutschland sowie eine
Notenausstellung umrahmten das Flötenfest.

Flötenrepertoire für Musikschüler- Dispokinesis 9.und 10. April 2010 Referentinnen Eva Amsler, Karoline Waidacher
Eine gelungene Kombination zwischen Körperwahrnehmung und intellektuellen Diskussionen ! Rechte und linke Gehirnhälfte wurden gefordert und gefördert.
Die Fragen über die Flötenliteratur sind immer noch nicht alle beantwortet, das vorgeschlagene Repertoire und der stilistische Zugang dazu war ein Ausschnitt aus der Fülle an Möglichkeiten, es gab einiges an Anregungen und Denkanstößen.
Auch der Einstieg in die Dispokinesis mit Basisübungen war interessant und bereichernd, eine Richtung, in der es viel zu erfahren und entdecken gibt.

Links:
Querflöte:
Syrinx
http://www.floete.net
http://www.flute.com
http://www.nfaonline.org